Friday, July 09, 2010

Kurzes Essay über sinnlose Klimakorrektur

Es ist warm. Für einige ZU warm. Zum Beispiel für mich, wenn ich im Büro sitze und nichts zu tun habe. Die drückende Hitze schmiegt sich unaufhaltsam um meinen Körper. Ich habe keine Chance. Ohne mich auch nur einen Zentimeter zu bewegen bilden sich schon die ersten Schweisstropfen auf meiner Stirn. Naja was solls.

Meine Gleichgültigkeit teilen meine Mitarbeiterinnen aber nicht. Deshalb steht jetzt bei uns eine Art Klima-Traktor in der Ecke. Ein übelst lauter Kasten, der kalte Luft in unser Büro rein bläst und über einen Schlauch durch das geöffnete (den Schnelldenkern dürfte bereits etwas auffallen) fenster die dadurch entstehende warme Luft wieder raus bläst.

Man muss wissen dass unser Büro ziemlich gut liegt, also selbst zur glühenden Mittagsstunde dringt fast keine wärme ein. Ausser durch das offene Fenster, durch das die "Abgase" des Klima-Traktors entweicht.

Bin ich jetzt der einzige der in diesem System eine subtile Sinnlosigkeit entdeckt?
Man öffnet ein Fenster und lässt die warme Luft rein, um die Abgase eines viel zu lauten und unangenehmen Klima-Apparates entweichen zu lassen, den es aber gar nicht bräuchte wenn man das Fenster zu lassen würde. Also ich weiss nicht.

Immerhin brauchen diese Geräte keinen Strom, also brauchen wir uns über diesen Punkt keine Gedanken zu machen..

Ach ne, Moment..!!