Thursday, November 19, 2009

1. Post

Zu meinem ersten Post hat mich mein Kumpel motiviert, mit folgender Frage:

"Warum kann der Schiri das Tor nicht im nachhinein aberkennen?"

Fussballinteressierte werden sofort merken dass es hier um Tas 1:1 von Frankreich gegen Irland handelt. Der Franzose Henry, der das Tor vorbereitet hat, spielte den Ball mit der Hand zu seinem Mitspieler. Es war gut zu sehen, aber der Kamera wunderbar eingefangen. Leider haben es weder Schiedsrichter noch Linienrichter gesehen. Und auf die kommts nun halt mal an.

Aber zur eigentlichen Frage: Warum kann das Tor nicht im nachhinein aberkannt werden? Oder warum gibt’s keine Videoanalyse nach dem Tor?

Natürlich, über die Videokonsultation kann man sich streiten. Es würde umstrittene Situationen aufklären, aber anererseits lebt der Sport doch auch ein bisschen von Fehlentscheiden, oder nicht?

In diesem Fall ist's nun halt so, dass Irland zu Unrecht nicht an die WM fährt. Ich möchte ja an dieser Stelle keine Partei ergreifen. Aber ich finde das nicht in Ordnung.

Was aber nicht heisst das den Franzosen das Tor aberkannt werden sollte. Denn was hätten wir davon? Gut, Irland wäre qualifiziert. Aber wer garantiert uns denn dass das Spiel genau gleich verlofen wäre? Hätte man das Tor aberkannt wären die Franzosen vielleicht noch energischer Angestürmt und hätten noch ein Zweites, diesmal reguläres Tor geschossen?
Oder hätten die Iren als Schockreaktion quasi das 2:0 und somit den Sack zugemacht?

Man weiss es nicht.

Also für oder gegen Videoanalyse und "Post-Spiel-Entscheidungen"?

Man weiss es nicht.


Ich für meinen Teil bin für Sex, Drogen und Rock'n'Roll

cheerioh

1 comment:

Hilperts said...

Die UEFA und auch FIFA argumentieren damit, dass sie sagen: Fußball muss auf der ganzen Welt gleich und für jeden spielbar sein. Sprich wenn der Ball auf einmal einen Chip implementiert bekommt, der auf den Millimeter genau anzeigt, ob er über der Linie war, dann müssen das alle Bälle bekommen. Gleichheitsgrundsatz.
Klar kann man jetzt kommen und sagen, nicht jedes Spiel hat nen Schiri mit Digitaluhr und In-Ear-Hörern, aber diesen Anspruch hat auch gar nicht jeder. Es gab diverse Innovationen um den Sport 'fairer' zu gestalten, gerade eben mittels morderner Technik, aber das raubt einmal den Geist des Spiels und führt dazu das sich der Sport überall anders entwickeln würde. Jeder würde anfangen eigene Standards und Verbesserungen hervorzubringen und schon wärs mit der Gleichheit vorbei.

Und die Dachorganisation des Fußballs wird einen Teufel tun und unfaire Entscheidungen rückgängig machen, denn gerade diese sind die legendären Gesprächsthemen, die den Sport lebendig machen und die Fußballgeschichte prägen. Ist wohl auch ein Stück weit Eigeninteresse dabei.

Die ganze Schlussfolgerung versteh ich sowieso nicht ganz. Warum das Tor nach dem Spiel erst annullieren? Sowas kann bereits entschieden werden während der Schütze noch energisch seinen Treffer feiert. Ein Tor lässt sich sehr schnell analyisieren, dazu brauchts nur einen Computer und paar Programme. Damit wäre auch dem weiteren Spielverlauf keine Stein in den Weg gelegt worden und die Frage: Was wäre wenn...? Wäre vollkommen überflüssig und erübrigt sicht.