Friday, March 26, 2010

Was hört eigentlich René Cooper?

Heute möchte ich auf das 2008er Album Isolation der deutschen Metalcoretruppe Fear my thoughts eingehen.

Als das Album damals bei mir ankam, kannte ich die Band noch nicht. Ich erwartete also typischen deutschen Metalcore. Als dann der Opener Isolation loslegte, war ich war ich mir nicht ganz sicher, ob das die wirklich die richtige CD ist. Was mir da entgegenschallte war eine Art Doomcore. Ja, ich glaube das triffts ziemlich gut. Doomcore. Denn die drückenden Riffs und atmosphärischen Melodien des Tracks flüsterten mir unaufhörlich die Worte "Doom! Doom! Doom!" zu. Die Knüppelbreaks und das eher spezielle gegrowle dagegen "Core! Core! Core!"

Doomcore.

Der Song ist aber extrem abwechslungsreich. Die doomigen und atmosphärischen Riffs werden von extreme groovigen, ja schon fast progressiven Parts abgelöst. Und der Sänger, Martin "Marsen" Fischer, setzt dem ganzen noch die Krone auf.

Erst konnte ich mit dem Typen gar nichts anfangen. Denn seine cleane Stimme gibt den groovigen Parts einen subtilen "Red Hot Chili Peppers-Touch". Wenn er etwas mehr Power in die Stimme legt erinnert er mich stark an James Hetfield. Erst bei wirklich heftigen Passagen kommt seine eigene, charakteristische Stimme zum Vorschein.
Dieser Umstand ging mir zu Beginn extrem auf den Sack. Nach mehrmaligem hören verdiente er sich aber das Prädikat "Hervorragen!".

Das Album geht in dieser Doomcore-Manier weiter. Nicht zu heftig, melodiös, atmosphärisch. Sehr angenehm. Dann kommt Death Chamber.

Ein grandioser Song. Beginnt wieder doomig, hat einen sehr geilen, groovigen Mittelteil, und dreht zum Schluss richtig auf in genau die Art Metalcore, die ich erwartet habe. Grandios!!
Das untypisch gespielte Drum und die ungewohnten Riffs geben dem ganzen einen kleinen, progressiven Hauch. Sehr gut!

Mit den beiden folgenden Songs Pitch Black und Creeping Lord werden nochmals 2 Metalcore-Meisterstücke nachgeliefert. Aber alles scheint mir sehr speziell. Doomig, groovig, progressiv. Ich muss es einfach immer wieder wiederholen. Und doch knüppelts wie nichts Schönes. Beziehungsweise doch was Schönes. Fear my thoughts!!

Das Album geht mit wieder eher ruhigeren Songs zu Ende, was das Gesamtpacket perfekt abrundet.

Für alle, die auf unkonventionellen Metalcore stehen, ein absoluter TIPP!!!

1 comment:

Anonymous said...

Man sollte noch erwähnen, dass die Band sich letztes Jahr aufgelöst hat.

Schöne Rezession. :D