Thursday, October 21, 2010

Und ich hör' stundenlang nicht zu

Ich hörte gestern eine interessante Aussage die sogleich meine Gedankengänge beleuchtete. Und zwar war bei TV Total eine junge Dame zu Gast, die ihr neues Buch vorgestellt hat. Ich kann nicht genau sagen um was es geht, hab nur kurz beim durchzappen reingeschaut. Raab hat die Dame gerade gefragt ob es immer noch die verschiedenen Subkulturen wie zu seiner Zeit gibt’s, also zum Beispiel Punks, Teddys, Grufties und hast du nicht gesehen. Die Antwort der Dame lies mich dann aufhorchen.

"Ja die gibt es immer noch. Zum Beispiel Emos. Aber der grösste Teil der Jugend gehört eigentlich der gleichen Wellen an. Und zwar versucht man möglichst individuell zu sein."


Uuuäähh? Widerspricht sie sich damit nicht selbst? Bringt der versuch möglichst individuell zu sein nicht automatisch mit sich, dass man sich in KEINE Gruppe einfügt? Oder habe ich da etwas missverstanden? Viel witziger wird es wenn man sich die "Ich will so individuell wie möglich sein" Leute mal genauer ansieht. Es sind nämlich diejenigen, die davon überzeugt sind mit H&M-Klamotten den angestrebten Status als Individuum zu erreichen.

Die H&M-Leute erkennt man auf der Strasse nämlich schon von weitem. Und dass sie damit ständig den Modetrends folgen ist ihnen wohl auch nicht klar.

Immerhin geben sie sich Mühe uns zu unterhalten. Dafür ein Dankeschön!

Falls jene Leute aus unerfindlichen Gründen diesen Text lesen sollten – hier noch mal meine Botschaft klar und simpel:

H&M Fashion Victims sind KEINE Individuen.

Ihr seid NICHTS Besonderes wenn jeder Zweite/jede Zweite gleich aussieht wie ihr.


Dazu kommt dass man, meines Erachtens, Individualität nicht durch das äussere Erscheinungsbild sondern nur durch den Charakter erreichen kann.

Und NEIN, ich halte mich selbst nicht für ein (äusserliches) Individuum – I'm a fucking metalhead

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